Der Tandoor-Ofen : Die trendige indische Küche

Als einfach, robust, vielseitig und etwas exotisch wird er beschrieben, der traditionelle indische Holzkohleofen "Tandur", englisch auch als Tandoor bekannt.

 Tandoor 1 Tandoori – die Speisen also, die im Tandur gegart werden - avancieren zum neuen Trendsetter in der internationalen Gastronomie.

Der Tandur ähnelt einem großen zylindrischen Gefäß ohne Deckel, gefertigt aus einer Mischung von Ton und zerkleinerten Kokosnussfasern. Ursprünglich diente der Tandur lediglich zum Brotbacken. Als Heimat des Tandurs gilt die indische Provinz Panjab.

Über den Ursprung des Wortes "Tandur" streiten sich die Experten. So soll sich aus der Verbindung des babylonischen Wortes "tinuru" mit der semitischen Bezeichnung "nar" für Feuer in der Region das Wort "tannur" herausgebildet haben.


Durch Funde erwiesen ist immerhin, dass der Tandur schon um 3000 v. Chr. auf dem indischen Subkontinent Verwendung fand. Durch Handel verbreitete sich das geniale Kochgerät bald auch über Pakistan und Afghanistan bis in den arabischen Raum.

 Tandoor 2 Schließlich nahmen die englischen Kolonialherrscher den Tandur im 19. Jahrhundert mit nach Europa. Gewerblich genutzte Tandur-Öfen werden denn auch nicht mehr einzelnd handgefertigt, sondern industriell hergestellt. Sie bestehen aus zementierten Backsteinwänden und, wenn in größeren Einheiten gefertigt, auch aus Stahl.

Viele Gastronomen entsprechender Ethno-Food-Restaurants setzen den Tandur nach wie vor nur zum Brotbacken ein, während andere die ganze Vielseitigkeit des Gerätes auch für die Zubereitung leckerer Tanduri-Fleisch- Gemüse- oder - Fischgerichte nutzen.

Hier im Mera Masala ist die spannende indische Küche ohne diese traditionelle Gerätschaft kaum denkbar: Insbesondere für deutsche Gäste stellen Tanduri-Gerichte einen bislang ungekannten Gaumenschmaus dar.